Onepager – Der Trend für Firmenwebsites

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Onepager sind zurzeit im Trend, vor allem wenn es um die Websites von Firmen geht. Doch was genau ist ein Onepager, welche Vor- und Nachteile bringt er mit sich und für wen ist er geeignet? Diesen Fragen gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Was ist ein Onepager?

Onepager ist die Kurzform von „Onepage Website“, also einer Internetseite, die nur aus einer einzigen HTML-Seite besteht. Die verschiedenen Inhalte der Website werden also nicht auf verschiedenen Unterseiten angezeigt, sondern einfach nur untereinander auf der selben Seite. Man wechselt zwischen den Abschnitten des Onepagers entweder durch scrollen, oder durch Sprungmarken in der Navigation. Ein solcher Aufbau bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Welche das sind, werden wir uns später noch genauer anschauen.

Die typischen Elemente

1. Navigation

Dass Onepage Seiten eine Navigation haben, mag zunächst ein wenig seltsam erscheinen. Schließlich gibt es keine weiter Seiten, auf die man in der Navigation verlinken könnte. Onepager verwenden häufig sogenannte Sprungmarken, wodurch man durch das klicken auf einen Reiter in der Navigationsleiste zu einem bestimmten Abschnitt auf der Seite „springen“ kann.

2. Hero-Section

Wie jede Website sollten auch Onepager mit einer ansprechenden Hero-Section beginnen. Diese besteht meist aus einem Bild, einer Hauptüberschrift, einem kleinen Paragraphen sowie oft schon einer Handlungsaufforderung (Call-to-Action). Man kann sich diesen Abschnitt quasi als Einleitung der Website vorstellen.

3. Leistungen und Preise

Wenn es um die Website eines Unternehmens geht, darf natürlich ein Überblick über die angebotenen Produkte/Dienstleistungen sowie gegebenenfalls deren Preise nicht zu kurz kommen. Je nach Unternehmen eignet sich hierfür die Textform, oft werden auch Tabellen oder andere Grafiken zur Hilfe genommen. Wenn es mehrere konkrete Preismodelle gibt, gilt die Darstellung dieser in Form von „Karten“ als besonders anschaulich:

Preismodelle für Server auf ionos.de

4. Image Abschnitt

Es reicht längst nicht mehr, den Besucher mit Zahlen und Fakten zu überzeugen. Man muss auch an sein Unterbewusstsein gelangen und gewisse Gefühle auslösen, um den potenziellen Kunden vom Kauf zu überzeugen. Daher platzieren viele auf Ihrem Onepager einen Abschnitt, der dem Image des Unternehmens dient und es in ein möglichst gutes Licht rückt. Ein kleiner Absatz sowie ein idyllisches Bild wirken hier Wunder.

5. Das Team

Passend zum Image stellen viele Unternehmen auf Ihrer Homepage Ihre Mitarbeiter vor. Das dient dazu, sich mit dem Nutzer auf eine Ebene zu begeben, denn Menschen interagieren gerne mit Menschen. Mit einem Team-Abschnitt auf der Unternehmenswebseite kann man beim Besucher eine zusätzliche Sympathie wecken.

6. FAQ Sektion

Um sich nicht immer wieder mit den selben Fragen zu seinem Unternehmen rumschlagen zu müssen, kann eine FAQ Sektion nützlich sein. Besonders populär ist es, diese in Akkordeon-Form zu gestalten. Hierbei wird eine Antwort nur dann angezeigt, wenn die entsprechende Frage angeklickt wird. Das ist übersichtlich und spart Platz.

Beispiel FAQ Akkordeon auf elfsight.com

7. Call-to-Action

Das Wichtigste kommt zum Schluss. Nachdem Sie den Besucher Ihrer Webseite von Ihrem Unternehmen überzeugt haben, soll dieser natürlich möglichst bald handeln, ein Produkt kaufen oder mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Dabei sollte man es dem zukünftigen Kunden so einfach wie möglich machen und einen möglichst klaren Call-to-Action am Ende des Onepagers platzieren. Gut geeignet ist hierfür beispielsweise ein Kontaktformular. Durch dieses kann der Besucher innerhalb weniger Klicks mit Ihnen in Kontakt treten, sodass Sie Ihn schon bald Ihren Kunden nennen dürfen.

8. Footer

Wie bei jeder normalen Webseite darf natürlich der Footer nicht fehlen. Wichtige Informationen wie Ihre Kontaktdaten, Öffnungszeiten sowie Links zu Impressum und Datenschutzverordnung dürfen hier natürlich nicht fehlen.

Vorteile

Ein Onepager hat die besondere Eigenschaft, dass der Nutzer nicht planlos zwischen den verschiedenen Unterseiten wechselt, sondern durch den einfachen Aufbau durch die Webseite geführt wird. Sie können also selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge der Nutzer welche Informationen sieht. Das sorgt dafür, dass dieser sich auf der Webseite nicht mehr so leicht verirrt. Nichts ist ärgerlicher, als einen Kunden zu verlieren, weil dieser auf Ihrer Homepage nicht das finden konnte, wonach er gesucht hat.

Ihnen als Unternehmen bietet ein Onepager die Möglichkeit, dem Besucher eine Geschichte zu erzählen, die Ihn letzendlich zum Kauf animieren soll. Sie übernehmen hier also die Kontrolle! Mit der passenden Umsetzung ist das zu Ihrem Vorteil.

Nachteile

Die Nachteile eines Onepagers sind nicht wegzudiskutieren. Denn je größer und vielfältiger der Inhalt der Homepage, umso schwieriger wird es, diesen sinnvoll auf einer Seite zu verpacken. Wenn es um verschiedenste Themen geht, besteht schnell die Gefahr, dass die Seite unübersichtlich wird und somit genau das Gegenteil von dem tut, was sie eigentlich soll. Der Nutzer wird durch die plötzlichen Themensprünge irritiert und verlässt die Webseite im schlimmsten Fall nach ein paar Sekunden schon wieder.

Der zweite große Nachteil von Onepagern ist, dass sich diese schwieriger für Suchmaschinen optimieren lassen als herkömmliche Webseiten. Viele verschiedene Keywords auf diversen Unterseiten zu platzieren ist hier nicht möglich. Man muss sich für ein paar wenige entscheiden, es steht nämlich nur eine Seite zur Verfügung! Nur eine H1 Überschrift, nur eine Meta Description und nur ein Focus-Keyword. Somit sollte man seine Zielgruppe vorher genau unter die Lupe nehmen, um mit seinen Keywords nicht im Dunkeln zu tappen.

Für wen eignet sich eine Onepager?

Für die meisten Webseiten ist ein Onepager heutzutage völlig ausreichend. Er eignet sich besonders für kleine und mittelständische Unternehmen, die nur übersichtlich Ihre Leistungen darstellen möchten. Mit dieser Struktur schaffen sie Klarheit und geben dem Besucher einen ansehnlichen Überblick, ohne durch unnötige Nebenseiten zu verwirren. Nicht geeignet sind Onepager für größere Firmen und solche, die in mehreren Bereichen tätig sind und somit viele verschiedene Inhalte auf Ihrer Homepage anzeigen wollen.

Ergänzung

Auch Onepage Webseiten können in Ausnahmen von Ihrer Struktur abweichen. Wenn man beispielsweise zwecks einer neuen Kampagne eine neue Landingpage entwirft, oder ein Thema anspricht, welches auf der Hauptseite keinen Platz findet, so kann man zusätzlich zum Onepager auch eine Unterseite zur Website hinzufügen. Impressum, Datenschutzverordnung und Co. werden ebenso stets auf eigene Unterseiten ausgelagert. Es ist also nicht in Stein gemeißelt, dass lediglich eine Seite existieren darf. Vielmehr beschreibt der Begriff Onepager die Art und Weise, wie die Hauptseite den Großteil der Inhalte anzeigt.

Fazit

In diesem Artikel haben wir uns angeschaut, was ein Onepager ist und welche Elemente er typischerweise beinhaltet. Außerdem sind wir auf Vor- und Nachteile eingegangen und haben abschließend geklärt, für wen er sich eignet und für wen nicht. Gerade kleine bis mittelständische Unternehmen sind mit diesem Aufbau Ihrer Firmenwebsite gut beraten, vorausgesetzt, ihre Inhalte werden passend und in einer sinnvollen Reihenfolge in Szene gesetzt. Dies bedarf einer ausgiebigen Recherche und sollte gut durchdacht werden, denn unansehnliche Internetseiten mögen weder Webseitenbesucher, noch Suchmaschinen. Alles in allem sind Onepager ein Trend im Web Design, der seinen Popularität sicherlich verdient hat.

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