Homepage Selbstanalyse – Die häufigsten Fehler auf einen Blick

Homepage

Die eigene Homepage ist das digitale Aushängeschild jedes Unternehmens. Deshalb ist eine professionelle Gestaltung von hoher Bedeutung, vor allem im B2C Bereich. Wir sehen nicht selten Homepages, die dieselben Fehler machen. Der Teufel steckt dabei häufig im Detail. Die Auswirkungen dieser vermeidlichen Kleinigkeiten reichen dabei von lästig bis abschreckend.
Wir haben für Sie die häufigsten Fehler zusammengetragen, damit Sie erfahren, welche diese sind und wie man sie vermeidet bzw. behebt. Wir reden nicht von falschen Kontaktinformationen, einem fehlenden Impressum oder einer nicht vorhandenen Datenschutzerklärung, sondern von technischen und designbezogenen Elementen.

‍Kein SSL-Zertifikat

Grob zusammengefasst ermöglicht ein SSL-Zertifikat den Besuchern Ihrer Website, diese mit einer verschlüsselten Verbindung aufzurufen. Die Daten werden dann zwischen Ihrem Browser und dem Website-Server sicher übertragen. So lassen sich zum Beispiel Passwörter, persönliche Daten oder Bezahlinformationen nicht abhören.
Der Domainpräfix „http://“ wird um ein „s“ für „secure“ zu „https://“ erweitert. Um zu überprüfen ob Ihnen das Zertifikat fehlt, rufen Sie Ihre Homepage in einem Browser wie Firefox oder Google Chrome auf, klicken Sie auf die Adressleiste und achten Sie darauf, ob sie das „s“ finden. Ist es vorhanden, so brauchen Sie nichts weiter zu tun.
Fehlt ein solches SSL-Zertifikat, so wird den meisten Seitenbesuchern im Browser angezeigt, dass Ihre Seite nicht sicher sei. Einige Virenschutzprogramme warnen vor dieser Seite dann mit abschreckenden Warnungen.
Zudem bewerten Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo eine Seite ohne Zertifikat niedriger. So kann es dazu kommen, dass Sie weiter unten in den Suchergebnissen angezeigt werden. Egal ob Ihrer Seite für Suchmaschinen optimiert ist oder nicht, Sie werden so schwerer gefunden oder gesehen.
Uns sind bereits fehlende SSL-Zertifikate bei IT-Spezialisten und Webdesignern aufgefallen.
Ein SSL-Zertifikat kann manuell auf Ihrem Webserver installiert werden, jedoch erweist es sich als praktischer, ein solches bei seinem Hosting Anbieter oder Webdesigner mit zu bestellen oder zu kaufen. Es lohnt sich auch genau, einen Blick in den Umfang des Hosting Paketes zu werfen. Manchmal ist bereits ein SSL-Zertifikat dabei, welches lediglich aktiviert werden muss. Die Preise für Zertifikate variieren stark.

Nicht optimierte und fehlende Elemente

‍Eine Homepage hat viele Elemente. Diese sind meist entweder nicht optimiert oder nicht vorhanden. Wir erklären, wobei es bei den einzelnen Elementen ankommt.

Bilder

Ob Sie mit Bildern einen Text ergänzen oder einfach etwas veranschaulichen möchten, wer Bilder auf seiner Homepage hat, hat einiges zu beachten.
Ein Bild muss richtig positioniert sein. Dabei ist es wichtig, dass dieses sich dem Bildschirmformat des Gerätes anpasst, auf dem es angezeigt wird. Verschieben sich Bilder und werden fehlerhaft angezeigt, so ist dies für Besucher meist ärgerlich. Testen Sie Ihre Homepage mit mehreren Geräten, um zu überprüfen ob Ihrer Seite betroffen ist. Eine Verschiebung der Bilder kann auch durch ein Update des CMS oder eines Plug-Ins resultieren. Ein regelmäßiges Kontrollieren der Seite ist zu Empfehlen.
Komprimieren Sie Ihre Bilder. Es gibt zahllose Onlinetools die es Ihnen ermöglicht, Ihrem Bild für Web zu optimieren. Sparen Sie Ihren Besuchern Zeit, die benötigt wird, um die Bilder und infolgedessen Ihre Homepage zu laden. Suchmaschinen bewerten auch die Ladezeit einer Homepage. Eine schnellere Seite bedeutet auch, dass diese potentiell höher in den Suchergebnissen angezeigt wird.
Pro Tipp: Fügen Sie Bildern einen Alt-Text hinzu oder klassifizieren Sie diese als dekorativ. Suchmaschinen gefällt das.

‍Text

Beim Formatieren von Texten gibt es einiges zu beachten. Hier werde ich jedoch gemäß dem Thema meines Artikels nur auf die gröbsten Fehler eingehen, die mir regelmäßig begegnen.
Haben Sie eine einheitliche Schriftart auf Ihrer Seite? Es wirkt hochwertiger, wenn Sie nur eine Einzige verwenden (sofern kein guter Grund vorliegt). Bei der Wahl ist entscheidend, dass diese zum Stil Ihres Unternehmens passt und leicht und ohne Probleme lesbar ist. Die Schriftgröße sollte auch so gewählt werden, dass diese angenehm auf allen Plattformen gelesen werden kann.
Pro Tipp: Nutzen Sie Google Fonts. Dies kann die Ladezeit Ihrer Homepage reduzieren und sie wird bei Google besser bewertet.
Achten Sie auf die Schriftfarbe und den Kontrast zwischen dem Hintergrund und Ihrem Text. Je mehr sich die Farben unterscheiden, desto besser. Komplementäre Farben sind meistens am besten. Je höher der Kontrast, desto besser das Leseerlebnis.
Halten Sie Ihre Texte kurz und prägnant. Lange und verschachtelte Texte sind in den meisten Situationen hinderlich. Je einfacher der Text zu lesen ist, desto besser.

‍Links

Links sind wichtig für die Navigation im Internet und auf Ihrer Homepage. Vermeiden Sie folgendes:
Externe Links, die nicht mehr funktionieren, sind ärgerlich für Besucher Ihrer Seite. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die verlinkten Inhalte noch abrufbar oder erloschen sind. entfernen Sie letztere zeitig von Ihrer Seite.
Gleiches gilt für interne Seite, also Seiten auf Ihrer Homepage. Achten Sie darauf, dass Sie entweder einen 301 Redirect (permanente Umleitung) einrichten oder alle Links zur entfernten Seite auf Ihrer Homepage entfernen.
Suchmaschinen mögen abgelaufene externe oder interne Links ebenfalls nicht.
Achten Sie auch darauf, dass sich Links über eine andere Farbe oder einen Unterstrich vom Rest des Texts abheben. Jede Seite auf Ihrer Homepage sollte über eine andere erreichbar sein.

Hintergrund


Wählen Sie Ihren Hintergrund den Umständen entsprechen. Ein Bild oder Muster als Hintergrund ist meistens eher hinderlich, da Texte schwer zu lesen sind. Eine Farbfläche mit Kontrast zur Schrift ist da schon viel besser. Es klingt so offensichtlich, doch mir begegnen des Öfteren solche Seiten.

FavIcon

Ihre Homepage kann im Browserfenster und bei Google neben dem Titel der Seite auch ein kleines Bild von 265×265 Pixeln anzeigen. Das kleine Bild nennt sich Favicon. Ein fehlendes Favicon oder das WordPress Standardicon ist wenig ansprechend. Nutzen Sie ein Favicon (Ihr Logo), um Ihrer Homepage den letzten Schliff zu verleihen.
Das Einfügen ist relativ einfach. Infomieren Sie sich hierzu über die entsprechende Funktion in Ihrem CMS oder Baukasten. Nutzen Sie keines der beiden, so gibt es Onlinetools wie realfavicongenerator.net oder einen sonstigen vorgefertigten Code, der in die Headsection Ihrer Seite eingesetzt werden kann.

Navbar

‍Die Navbar ist eine Leiste ganz oben auf Ihrer Seite. Diese ermöglicht Besuchern, sich durch die Homepage zu navigieren. Achten Sie bei Ihrer Navbar, dass diese für verschiedene Bildschirmgrößen angepasst ist. Halten Sie Ihre Navbar gut sortiert. Vermeiden Sie Links in Ihrer Navbar, die sie auch in den Footer setzen können, so wie das Impressum oder die Datenschutzerklärung.

‍404

‍Damit Benutzer wissen, dass ein Link nicht mehr funktioniert, sollten alle inaktiven Links auf eine 404 Seite umgeleitet werden. Eine 404 Seite braucht keine weiteren Funktionen als einen 404 Fehler ausgeben zu können. Um zu testen ob Ihrer Homepage über so eine Seite verfügt, geben Sie kauderwelsch am Ende Ihrer Seitendomain ein (Beispiel: www.wicomar.de/fhshov333ihi11CHZOHIH). Sollten Sie zur Startseite weitergeleitet werden oder kann der Browser keine Seite öffnen, so empfiehlt es sich, eine 404 Seite einzurichten. Anleitungen dazu gibt es im Internet zu genüge.
Pro Tipp: Platzieren Sie eine Funktion zum Durchsuchen Ihrer Homepage auf die eingerichtete 404 Seite. So kann der Besucher gleich nach den gewünschten Inhalten suchen, die er finden möchte.

‍Cookies

‍Für viele Funktionen Ihrer Homepage kann es sein, dass diese durch Cookies Informationen in Ihrem Browser ablegen. Informieren Sie Sich über Cookies! Viele Seiten in Deutschland nutzen unerlaubte Cookies und veraltete Tools zur Zustimmung von Cookies.

‍Nicht für Mobile optimiert

‍Ihrer Seite wird nicht nur über den PC abgerufen. Achten Sie darauf, dass für mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Tablets auch eine mobile Version verfügbar sind. Verschobene Bilder oder unleserliche Texte sind da meist die Konsequenz.
Viele CMS und Baukästen erstellen automatisch bereits mobile Versionen Ihrer Homepage. Dieses automatische Konvertieren ist nicht perfekt und es kommt zu Formatierungsfehlern. Ist dies der Fall, so können Sie meist die mobilen Seiten manuell nachbearbeiten. Um zu überprüfen, ob Ihrer Homepage über eine mobile Version verfügt, öffnen Sie diese einfach auf einem mobilen Endgerät. Das Vorhandensein einer mobilen Version verbessert zudem Ihre Platzierung bei Suchmaschinen.

Sollten Sie Fragen zu Ihrer Website haben, dann kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir freuen uns über eine Nachricht.

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